Normen

Eine Funkanlage muss gemäß den gesetzlichen Forderungen und technischen Richtlinien entworfen, gebaut und gebraucht werden.
Die Richtlinien werden von der Europäischen Union erlassen.
Funkgeräte müssen den von den Richtlinien aufgestellten Mindestanforderungen genügen und bei jedem Bauteil der Funkgeräte muss die Konformität durch die CE-Kennzeichnung vom Hersteller nachgewiesen werden.

 

Die geltende Richtlinie für alle Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen ist die R&TTE 1999/5/CE Richtlinie und RED 2014/53/UE.

Inhalt dieser Richtlinie sind::

  • Bestimmung der Mindestanforderungen an Funkgeräten, ihrer elektromagnetischen Verträglichkeit und elektrischen Sicherheit
  • Ermöglichung des freien Handels auf dem EU-Binnenmarkt ohne Einschränkung durch die einzelnen Mitgliedsstaaten
  • Bestimmung der Pflichten und Zuständigkeiten des Herstellers

 

Die R&TTE Richtlinie verweist ferner auf die folgenden Richtlinien:

  • EMV-Richtlinie (2004/108/CE)
  • Niederspannungs-Richtlinie (LVD) (2006/95/CE)

 

Die Normen bezüglich der Sicherheit von Funkgeräten sind in der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG festgehalten.

Inhalt dieser Richtlinie sind:

  • Bestimmung der Mindestsicherheitsanforderungen und der Mindestanforderungen zum Gesundheitsschutz, die während der Entwurfs- und der Herstellungsphase einzuhalten sind
  • Der Hersteller oder sein Beauftragter müssen außerdem garantieren, dass sie eine Gefährdungsbeurteilung für die Maschine, die auf den Markt gebracht werden soll, durchgeführt haben. Dafür müssen die grundlegenden Sicherheitsanforderungen und die Mindestanforderungen zum Gesundheitsschutz, die auf seine Maschine anwendbar sind und für die entsprechende Vorkehrungen ergriffen werden müssen, festgelegt werden

Im Sinne dieser Richtlinien werden die harmonisierten Normen angewandt, die ihrerseits die technischen Anforderungen bestimmen, welche die Produktsicherheit und Produktqualität erhöhen.

Die harmonisierten Normen sind:

EN 300-220-2:        Elektromagnetische Verträglichkeit 25 MHz - 1 GHz
EN 301-489-3:        Elektromagnetische Verträglichkeit 9 KHz - 40 GHz
EN 60950-1:           Einrichtungen der Informationstechnik - Sicherheit
EN 61000-6-2:        Elektromagnetische Verträglichkeit – Störfestigkeit im Industriebereich
CEI-EN 50371:       Sicherheit von Personen in elektromagnetischen Feldern
EN 60204-32:         (Hebezeuge) Elektrische Ausrüstung von Maschinen
ISO 13849-1:         Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen
UNI EN 13557:       (Hebezeuge) Stellteile und Steuerstände
UNI EN 13557:       Funktionale Sicherheit von Steuerungen
 

EN 300-220-2: Elektromagnetische Verträglichkeit und Funkspektrumangelegenheiten (ERM); Short Range Device (SRD)

Inhalt dieser Norm:

  • Festlegung der technischen Merkmale und der Prüfungsmethoden für Funkgeräte mit geringer Reichweite (SRD), im Einzelnen sind das:
    • Sendeleistung (ERP)
    • Kurzzeit-Sendeleistung
    • Sendeleistung auf anliegenden Kanälen
    • Vom Sender ausgestrahlte Nebenwellenaussendungen
    • Vom Sender geleitete Nebenwellenaussendungen
    • Frequenzstabilität bei Niedrigspannung
    • Sperre oder Desensibilisierung
    • Vom Empfänger ausgestrahlte Nebenwellenaussendungen
    • Vom Empfänger geleitete Nebenwellenaussendungen

 

EN 301-489-3: Elektromagnetische Verträglichkeit und Funkspektrumangelegenheiten (ERM); Short Range Device (SRD)

Inhalt dieser Norm:

  • Bestimmung der angewandten Testbedingungen. Einschätzung der Leistungen und der Leistungskriterien für Kurzwellenfunkgeräte (SRD) und Hilfsgeräten, im Einzelnen werden geprüft:​
    • Ausgestrahlte Emissionen
    • Geleitete Emissionen
    • Harmonische Stromemissionen
    • Flicker und Spannungsschwankungen

Im Einzelnen werden die Geräte folgendem ausgesetzt:

  • Elektromagnetischen Feldern RF (80-2000 MHz)
  • Elektrostatischen Entladungen
  • Schnellen Übergängen
  • Elektromagnetischen Feldern RF 0,15-80 MHz
  • Transistoren und Impulsen
  • Spannungsabfällen und -unterbrechungen
  • Impulse Leitung/Leitung und Leitung/Erdung

 

EN 60950-1: Einrichtungen der Informationstechnik – Sicherheit – Teil 1: Allgemeine Anforderungen

Inhalt dieser Norm:

  • Spezifizierung der vorgesehenen Sicherheitsvorschriften zur Minderung des Risikos von Bränden, Stromstößen und Verletzungen an Personen, die mit dem Gerät in Berührung kommen. Ziel dieser Richtlinie ist die Risikominderung während des Einbaus, des Betriebes und der Wartung gemäß den Herstelleranweisungen bei in Anlagen mit untereinander angeschlossenen Einheiten und in Anlagen mit voneinander unabhängigen Einheiten eingebauten Geräten

 

EN 61000-6-2: Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). Teil 6-2: Allgemeine Normen – Störfestigkeit für Industriebereiche

Inhalt dieser Norm:

  • Diese Norm wird auf elektrische und elektronische Geräte im Industriebereich angewandt und legt die Regelungen zur Störfestigkeit innerhalb des Frequenzbereichs von 0 Hz bis 400 GHz fest

 

EN 60204-32: Elektrische Ausrüstung von Maschinen. Teil 32: Anforderungen für Hebezeuge

Inhalt dieser Norm:

Die Norm enthält Vorschriften und Empfehlungen zu der elektrischen Ausrüstung von Hebezeugen, damit:

  • die Sicherheit der Personen und Güter gewährleistet ist
  • die Maschinen die Steuerbefehle korrekt ausführen
  • die Wartung einfacher ist

 

EN 13849-1: Maschinensicherheit – Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen - Teil 1: Allgemeine Gestaltungsleitsätze

Inhalt der Norm:

  • Lieferung der Sicherheitsfunktionen- und prinzipien für die Gestaltung und die Integrierung der sicherheitsbezogenen Teile der Steuerungen (SRP/CS), einschließlich der Softwareentwicklung
  • Bestimmung der Merkmale, die das nach dem probabilistischen Ansatz erforderliche Leistungsniveau (PL) für die Sicherheitsfunktionen einschließen

 

EN 13557: Hebezeuge - Stellteile und Steuerstände

Inhalt der Norm:

  • Bestimmung im Einzelnen der für die Planung erforderlichen Schutz- und Sicherheitsfunktionen für die Steuerungen und Steuerstände von Hebezeugen

 

EN 62061: Maschinensicherheit – Funktionale Sicherheit von programmierbaren sicherheitsbezogenen elektrischen und elektronischen Steuerungen

Inhalt der Norm:

  • Zuweisung des Sicherheitsintegritätslevels (SIL) für jede Sicherheitsfunktion mittels Sicherheitskontrollsystemen gegen elektrische Gefahren
  • Ermöglichung der Planung von Sicherheitskontrollsystemen
  • Integrierung der zusätzlich entworfenen Sicherheitssysteme in Übereinstimmung mit der ISO 13849
  • Konformitätsnachweis der Sicherheitskontrollsysteme

 

Zuverlässigkeit und Sicherheit sind nicht ein und dasselbe.

Die Sicherheit von technischen Geräten hat unabhängig ihrer Zuverlässigkeit die höchste Priorität.

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